Zum 04. September mobilisieren Nazis deutschland- und europaweit zu einem Großaufmarsch nach Dortmund. Unter dem Slogan „Nie wieder Krieg – nach unserem Sieg“ wollen die Nazis ausgerechnet zum Antikriegstag ihre braune Kriegshetze auf der Straße verbreiten. Wie in den vergangenen Jahren soll dies eine Machtsignal der Faschisten im Westen sein. Die rechte Szene versucht schon seit Jahren – und das nicht ohne Erfolg – Dortmund als „Bastion im Westen“ aufzubauen und gerade jüngere Menschen mit diesem Aufmarsch zu beeindrucken und zu rekrutieren. Es ist unsere Aufgabe, sie zu stoppen.
Als freiheitsliebende und antikapitalistische Nationalisten wollen sie sich dabei präsentieren, die sich für eine Völkergemeinschaft ohne Kriege einsetzen. Hinter dem Trugbild, dass sie selbst als „Nationalen Antikriegstag“ ausgeben, verbirgt sich jedoch keineswegs eine pazifistische und auf den Frieden und die Verständigung zwischen den Menschen verschiedenster Nationen aufbauende Gemeinschaft, sondern eine Ansammlung von Personen, die die Demokratie verachten, die deutsche Geschichte seit 1933 verklären und sich an völkisches Gedankengut klammern.
In dem von den Initiatoren veröffentlichten Aufruf wird der demokratische Weg, den Deutschland seit 1949 beschreitet als fremdbestimmt dargestellt und das Prinzip der Gleichheit zur „Gleich-macherei“ umgedeutet. Ein Deutschland, in dem der Mensch nicht durch seine Nationalität im Leben eingeschränkt wird, ist das, was die Teilnehmer dieser Demonstration verhindern wollen. Dass Menschen unterschiedlicher Herkunft in friedlich zusammen in Deutschland oder sonst einem Staat leben ist ihrer Ansicht nach „unnatürlich“ und entspräche eher einem steten Kriegszustand.
Die Organisatoren argumentieren im Aufruf auch geschichtsrevisionistisch. Indem man die Schuld auf die USA und Israel verschiebt, wird versucht, die aus Niederlage Deutschlands und der übrigen Achsenmächte im 2. Weltkrieg resultierenden Besatzung durch die alliierten Streitkräfte zu einem imperialistischen Vorhaben umzudeuten. Die Kriegsschuld Deutschlands und somit auch das kriegerische Eindringen der Wehrmacht in polnisches Hoheitsgebiet am 01. September 1939 wird in diesem Zusammenhang abgestritten sowie die Verfolgung und Ermordung ethnischer oder politischer Gegner des NS-Regimes durch Wehrmacht, Gestapo und SS verleugnet.
Der Aufruf zum „Nationalen Antikriegstag“ macht deutlich, dass es den Nazis um die Rehabili-tierung des deutschen Nationalismus, der angeblich unberechtigterweise nach dem Sturz der NS-Diktatur durch die Besetzung „unterdrückt“ worden sei. Die deutsche Nation soll wieder stolz auf sich selbst sein ohne dabei die jüngere deutsche Geschichte zu hinterfragen oder die geringste Reue zu empfinden.
Wollen wir es das zulassen, dass solch einem Anliegen in Dortmund Schritt für Schritt der Weg bereitet wird? Mahnt uns der Aufstieg der NSDAP in der Weimarer Republik nicht zum entschlossenen und vereinten Entgegentreten gegen Rechtsextreme – auch oder vor allem wenn dies unter dem Deckmantel des Pazifismus geschieht?
Deshalb fahren wir nach Dortmund. Die Nazis sagen, Dortmund sei ihre Stadt. Wir sagen: Niemals! Kommt mit nach Dortmund und stellt Euch Ihnen in den Weg.
Treffpunkt: 4.9.2010, 8:45 Uhr, Hbf Münster

Am 4. September 2010 wollen Neofaschisten durch Dortmund zum Antikriegstag aufmarschieren. Wie in den vergangenen Jahren soll dies eine Machtsignal der Faschisten im Westen sein. Die rechte Szene versucht schon seit Jahren – und das nicht ohne Erfolg – Dortmund als „Bastion im Westen“ aufzubauen und gerade jüngere Menschen mit diesem Aufmarsch zu beeindrucken und zu rekrutieren.
Interessant dabei ist vor allem, dass die Faschisten versuchen, den Antikriegstag und somit der Erinnerung an den deutschen Überfall auf Polen 1939 zu vereinnahmen und umzukehren. Unsere Antwort als antimilitaristischer und antifaschistischer Jugendverband kann nur heißen: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“. Es ist unsere Aufgabe, die Nazis zu stoppen.
Komm mit nach Dortmund. Wir wollen gemeinsam mit der Bahn nach Dortmund fahren.
Genauer Treffpunkt und Abfahrtszeit wird an dieser Stelle noch bekannt gegeben.

Du möchtest dich stärker (hochschul-)politisch engagieren? Und/Oder du bist auf Die Linke.SDS aufmerksam geworden und fragst dich: was machen die eigentlich so?
Dann bist du am Mittwoch bei unserem Treffen für alle Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger genau richtig!
Wir geben dir einen Überblick über unser Engagement der letzten zwei Jahre, diskutieren über unsere politische Ausrichtung und stellen uns deinen Fragen.
Wir freuen uns über dein Kommen! Die Linke.SDS
Wann: Mittwoch, 16.12, ab 20 Uhr
Wo: Linkes Zentrum (Verspoel 7-8)
Wenn sich am 2. November in Saarbrücken die Spitzenvertreter von Union, FDP und Grünen zu den Koalitionsverhandlungen treffen, wird dort der saarländische Grünen-Chef Hubert Ulrich seinem ehemaligen Arbeitgeber gegenübersitzen. Bis zum 1. Oktober dieses Jahres bezog Ulrich sieben Jahre lang als angeblicher "Marketingleiter" einer Saarbrücker IT-Firma stattliche Nebeneinkünfte. Wie die Stuttgarter Zeitung nun am Wochenende herausfand, ist der Gesellschafter der großzügigen IT-Firma kein Unbekannter – es handelt sich um Hartmut Ostermann, seines Zeichens graue Eminenz der Saar-FDP und umtriebiger Multimillionär, der durch seine politische Landschaftspflege schon mehrfach für Schlagzeilen sorgte. Hat Hubert Ulrich die Wählerstimmen der Grünen verkauft?
Weiterlesen unter:
Es ist soweit: Die SDS Homepage hat eine Frischzellenkur bekommen und erstrahlt nun in neuem Glanz.
Neben der neuen Optik, und aktualisierten Inhalten findet ihr nun auf der rechten Seite Links zu sozialen Netzwerken in denen Die Linke.SDS vertreten ist.
Desweiteren könnt ihr euch nun für unseren SDS Newsletter eintragen, mit dem wir euch in unregelmäßigen Abständen über wichtige Entwicklungen und Aktionen auf dem Laufenden halten. Alternativ zum Newsletter könnt ihr auch bei den Punkten "News" und "Diskussion" ein RSS-Feed abonieren.
Viel Spaß mit der neuen Website!

